Auswirkungen auf die Pensionskassen-Welt
Für die erfolgreiche Digitalisierung eines Geschäftes startet die Umsetzung bei den Geschäftsprozessen. Mit anderen Worten – die Digitalisierung beginnt im Kopf!
Um den maximalen Nutzen aus der Digitalisierung ziehen zu können gilt es, die Geschäftsprozesse und die Applikationen (Programme) optimal aufeinander abzustimmen. Dies bedarf in der Regel einer Organisationsanpassung, damit die Applikationen den sorgfältig abgeklärten Bedürfnissen der Stakeholder entsprechen.
Das Pensionskassenwesen (PK-Wesen) ist verglichen mit anderen Branchen sicherlich noch sehr rückständig in Bezug auf die Digitalisierung. Das hat auch damit zu tun, dass der Standardisierungsgrad im PK-Wesen noch sehr gering und das PK-Geschäfts als solches verhältnismässig komplex ist. Das wird sich mit Sicherheit in den nächsten Jahren ändern, einem entsprechenden Naturgesetz der Betriebswirtschaft gehorchend.
Konkret werden die Plan- und Reglementskonstruktionen vereinfacht und standardisiert werden. Dadurch erhöht sich die Automatisierbarkeit. Zudem werden die Kunden, dh. die Firmen und die Destinatäre, immer mehr Einblick und Autonomie fordern. Die Pensionskassen werden zu Plattformbetreibern, auf welchen die angeschlossenen Firmen und die versicherten Destinatäre selbständig ihre Geschäftsvorfälle abwickeln, ähnlich wie das im Bankwesen schon weit verbreitet ist.
BERAG führt Pensionskassen durch die digitale Transformation
Die BERAG ist bekannt als innovativer PK-Dienstleister. Basierend auf unserer langjährigen Erfahrung, sowohl im Beratungs- als auch im Informatikbereich, haben wir bereits 2015 eine Initiative gestartet, um die Digitalisierung des PK-Geschäfts anzugehen.
Seit 2016 entwickelt und betreibt die DigitalPK AG – eine Softwarefirma der BERAG und weiteren Partnern – Online-Portale für Versicherte und Arbeitgeber. 2019 hat die BERAG entschieden, zusammen mit der Netcetera AG ein neues PK-Verwaltungssystem – P40 – zu entwickeln und einzuführen. P40 ist als umfassende PK-Verwaltungsumgebung konzipiert und schliesst folglich auch entsprechenden Online-Portale ein. D.h. mit anderen Worten, dass mit der Einführung von P40 auch die Online-Portale der DigitalPK AG abgelöst werden. Die neuen Online-Portale von P40 bauen aber auf denjenigen der DigitalPK AG auf, sodass die neuen Online-Portale für die User wie ein grösserer Release-Upgrade der bestehenden Portale erscheinen.


Portallösungen
Mit diesen Portallösungen sollen die Nutzer in der Lage sein, jederzeit, an jedem Ort und über alle Medien (Mobile, Tablet, Web) alle persönlichen PK-Daten einzusehen und alle Geschäftsvorfälle eigenständig abzuwickeln.
Während das Versichertenportal der DigitalPK (im Einsatz seit 2016, bei den meisten Kunden mittlerweile abgelöst durch das Versichertenportal von P40) noch als native App UND als Webbrowser-Lösung gebaut wurde hat sich Netcetera im 2020 dafür entschieden, das Versichertenportal als sogenannte Progressiv Web App (PWA) zu bauen. Dabei handelt es sich um eine Browser-Lösung, die aber vollständig responsive programmiert ist. Dadurch passt sich die Darstellung je nach Ausgabegerät an (Smartphone, Tablet, PC oder andere). PWAs haben folgende schwerwiegenden Vorteile:
- Nur ein Programmcode erforderlich für alle Endgeräte (PC, Smartphones und Tablets mit Betriebssystemen von Apple oder Android oder andere) => Bau, Wartung und Weiterentwicklung kostengünstiger und viel rascher möglich
- Dadurch mandantenfähig (d.h. für jeden Kunden kann im Versichertenportal rasch und kostengünstig das kundenspezifische CI hinterlegt werden)
Native-Apps sind vom Look-and-Feel wohl besser. Diese Faktoren vermögen aber die Vorteile der PWA nicht zu überwiegen.
Die PWAs können analog Native-Apps mittels eines Links auf dem Homebildschirm von Smartphones oder Tablets platziert werden. So gestaltet sich die Nutzung einer PWS weitgehend identisch mit der Nutzung einer Native-App.
Das Arbeitgeberportal war immer als reine Webbrowserlösung konzipiert. Das macht Sinn, weil die Arbeitgeber das Portal weitestgehend am Arbeitsplatz und damit am PC nutzen.

Gerne nehmen wir mit Ihnen das Thema Digitalisierung Ihrer Vorsorgeeinrichtung im Rahmen eines unverbindlichen Gesprächs auf!








